Wie du Ängste, Grübeln und körperliche Beschwerden auf einen Schlag reduzierst

Psychosomatisch: Angst, Grübeln, Schmerzen, Schwindel auf einen Schlag loswerden
Angst, Grübeln, Schmerzen und Schwindel zusammen leichter loswerden

 

Du hast Stress, weil du häufig grübelst und von Sorgen geplagt wirst? Häufig bist du traurig oder schnell gereizt?

 

Du hast oft mit Kopfschmerzen, Magendruck, Darmbeschwerden, Verstopfung, Muskelverspannungen, Herzklopfen, innerer Unruhe oder Schwindel zu kämpfen? Endlich Gelassenheit wiederfinden – das wäre toll?

 

 

Hier findest du Anregungen, mit denen du dein Wohlbefinden körperlich und psychisch so verbesserst, dass du dein Leben wieder genießen kannst. Dabei findest du heraus, was zu dir ganz persönlich passt. Selbst wenn du schon viel zur Verbesserung erreicht hast, kannst du mit diesen Möglichkeiten deine Erfolge noch verstärken. Eine ganz einfache Übung findest du hier auch, so dass du das Erlernte direkt umsetzen kannst.

Psychosomatisch: Wie du diesen Begriff für dich hilfreich interpretierst

Bestimmt hast du den Begriff „psychosomatisch“ schon mal gehört. Dieses Wort besteht aus den altgriechischen Wortteilen „Psyche“ = Seele und „Soma“ = Leib. Oft erlebe ich, dass Menschen darunter folgendes verstehen: psychosomatisch = „eingebildet“. Dabei ist das gar nicht hilfreich, sondern sogar schädlich. Wenn du das so interpretierst, nimmst du dich und die Warnzeichen deines Körpers nicht ernst. Vor allem stellst du dir damit selbst ein Bein. Denn es macht dich nicht handlungsfähiger, um etwas an deiner Situation zu verändern. Die Beschwerden bleiben und werden dich in deiner Leistungsfähigkeit und deinem Wohlbefinden weiterhin behindern. Das Motto „Zähne zusammenbeißen und durch“ hilft dir höchstens kurzfristig weiter und ist langfristig sehr schädlich.

Der Begriff „psychosomatisch“ hat nichts mit Einbildung zu tun. Er besagt stattdessen, dass ein Problem sich auf psychischer und körperlicher Ebene gleichzeitig zeigt. 

Warum du psychosomatische Reaktionen in deinem Alltag brauchst

Nimm das also ernst, aber auch nicht zu ernst! Denn vielleicht wirkt dieser Gedanke auf dich bedrohlich. Es bedeutet nicht, dass du ein ganz schlimmes Problem hast, wenn es sich körperlich und psychisch zeigt. Denn das Auftreten auf beiden Ebenen ist völlig normal. Körper und Seele hängen ganz eng zusammen.

„Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.“

(Christian Morgenstern)

Den Zusammenhang zwischen Körper und Seele kannst du in ganz vielen Situationen im Alltag erkennen. Zum Beispiel muss ich beim Schreiben dieses Artikels viel häufiger zur Toilette. Warum? 

Ich nutze ich eine spezielle Schreibtechnik zur optimalen Konzentration, bei der ich 25 Minuten schreibe, dann 5 Minuten Pause mache, dann wieder 25 Minuten schreibe usw. Selbst wenn ich wenig oder keine Flüssigkeit zu mir nehme, muss ich in jeder 5-Minuten-Pause auf die Toilette. Mein Körper stellt sich auf meine Planung ein. Die Blase meldet sich pünktlich, weil sie „weiß“, dass die nächsten 25 Minuten kein Toilettengang drin ist. 

Vielleicht kennst du das auch: du musst immer zur Toilette, wenn du zu Hause eintriffst oder bevor du wegfahren willst. Oder du wirst immer kurz vor dem Wecker wach. Wenn du Angst hast, wirst du ganz automatisch flacher und schneller atmen. Bist du entspannt, dann atmest du tiefer. Vor allem dein Ausatmen wird intensiver sein. Die Wirkung verläuft also in folgender Richtung:

Gefühl -> körperliche Reaktion

Und umgekehrt funktioniert das auch. Entspannungsübungen wirken unter anderem deshalb, weil du zu einer Atemweise wie in einem entspannten Zustand angeleitet wirst. Die Wirkung verläuft also jetzt in der Gegenrichtung: 

Körperliche Reaktion -> Gefühl

Solche Wechselwirkungen gibt es auch im größeren Zusammenhang. Bei Gefahr wird Adrenalin im Körper ausgeschüttet. Das ist ein sehr sinnvoller Ablauf im Körper: Die Herzfrequenz und der Blutdruck steigen. Das ermöglicht unserem Körper, besser flüchten oder kämpfen zu können. Diese körperlichen Vorgänge haben unsere Vorfahren geschützt, von gefährlichen Tieren gefressen zu werden. Es war so wichtig und hilfreich für das Überleben, dass diese Vorgänge bis heute in uns ablaufen. Doch in unserer zivilisierten Gesellschaft kommt es oft nicht mehr darauf an, zu flüchten oder körperlich zu kämpfen. 

Stattdessen müsstest du heute in Situationen, die dir Angst oder Sorge bereiten, vielleicht diplomatisch vorgehen oder neue und flexible Lösungsideen entwickeln. Deshalb ist es heutzutage besonders wichtig, die durch den Überschuss an Adrenalin freiwerdende Energie abzubauen und damit Stress-Ausgleich zu bewirken. Durch Bewegung oder bewusste körperliche Entspannung kannst du den Hormonhaushalt wieder regulieren. Auch deshalb führt solch körperlicher Ausgleich zu Wohlbefinden. Hast du dagegen Dauerstress, kannst du davon sogar Langzeitfolgen entwickeln, z. B. Bluthochdruck.

Wie du das Zusammenspiel von Körper und Psyche für dich nutzen kannst

Du erlebst also in kleinen Situationen im Alltag und in größerem Zusammenhang, dass Körper und Psyche sehr eng zusammenspielen. Daher ist das überhaupt nicht schlimm, du kannst es dir zunutze machen.

Das Gute bei der Psychosomatik ist: diese doppelte Auswirkung besteht auch in positiver Hinsicht. Wenn es dir psychisch schlecht geht, kann dir nicht nur psychische Unterstützung durch z. B. Gespräche helfen. Auch körperliche Aktivität bzw. Entspannung hilft. Das ist für dich bestimmt nichts Neues. Doch die vielfältigen Möglichkeiten sind uns oft nicht klar. Wenn du dir das bewusst machst, dann gewinnst du einen ganzen Blumenstrauß an Chancen hinzu, etwas für dein Wohlbefinden zu tun.

Werde also aktiv für dein Wohlbefinden, statt dich mit deinen Sorgen weiter zu beschäftigen. Ich höre von Menschen, die häufig unter Ängsten leiden, dass sie z. B. ihren Blutdruck oft kontrollieren. Dabei bewirkt dieses Messen des Blutdrucks nur sehr kurzfristig eine Entlastung. Warum? Weil es körperlich nicht wirkt wie eine Aktivität gegen den Adrenalinüberschuss. Es ist eine Beschäftigung mit den Sorgen, statt aktiv etwas zur Verbesserung der körperlichen Verfassung zu tun.

Schlage also zwei Fliegen mit einer Klappe: Mache etwas auf psychischer Ebene, z. B. durch Gespräche, und etwas im körperlichen Bereich, um Stress, Grübeln, Sorgen, Kopfschmerzen, Magen- und Darmbeschwerden oder Schwindel abzubauen. Finde dazu die für dich passenden körperlichen Übungen, die dir auch Freude bereiten. Nur wenn du Spaß daran hast, wirst du auch am Ball bleiben.

Stressbewältigung: Wie du für dich den passenden Ausgleich findest

Du weißt nicht, was dir Spaß machen und gut tun könnte? Ich habe hier ein paar Beispiele für dich: Entspannungsübungen kannst du im Internet kennen lernen. Es gibt z. B. Videos oder Hörbeispiele zur „Progressiven Muskelentspannung“ oder zum „Autogenen Training“ auf den Webseiten der großen gesetzlichen Krankenkassen. Auch bei Youtube findest du eine große Auswahl. 

Und ich habe exklusiv für dich Angela Cooper von der Qi-Gong-Akademie dazu interviewt. In dem nachfolgenden Video erläutert sie, wie Qi Gong sich auf körperliche Beschwerden und psychisches Befinden positiv auswirkt, welche Arten von Qi Gong es gibt und worauf du achten solltest, um herauszufinden was zu dir passt. Mini-Übungen als Oasen gegen Stress bekommst du noch dazu. Schau dir jetzt das Video an und probiere die Übungen direkt aus: 

Was hat dich besonders angesprochen? Ich bin auf deinen Kommentar hier unter diesem Blogartikel sehr gespannt. Um Spam zu vermeiden, erscheint dein Kommentar erst nach meiner Freischaltung.  

Du möchtest öfter solche Anregungen bekommen?

Hole dir meine kostenlosen Tipps einmal im Monat:

Die Abbestellung ist in jedem Newsletter per Klick direkt möglich. Deine Daten werden selbstverständlich nicht weitergegeben.

Kommentar schreiben

Kommentare: 4
  • #1

    Ludwig (Freitag, 27 Oktober 2017 18:24)

    Hallo ich bin begeistert über deinen Blog Eintrag ich werde es weiterverfolgen. Danke

  • #2

    Petra (Montag, 30 Oktober 2017 09:23)

    Hallo Ludwig,
    es freut mich sehr, dass dir der Artikel gefallen hat. Dann bleib am Ball, ich wünsch dir auch viel Freude mit den Übungsbeispielen.
    Viele Grüße
    Petra

  • #3

    Margarete (Mittwoch, 01 November 2017 11:16)

    Hallo Petra, dankeschön für deine hilfsreiche ind sehr interessante Informationen.
    Liebe Grüße
    Margarete (-:

  • #4

    Petra (Donnerstag, 02 November 2017 10:58)

    Liebe Margarete,
    ich freue mich sehr, dass ich dir mit diesem Artikel weiterhelfen konnte. Danke für deinen lieben Kommentar.
    Viele Grüße
    Petra