3 Wege, Beziehungsprobleme zu lösen und mit gutem Gefühl dahinter zu stehen

Wie dir deine Gefühle klarer werden
3 Wege zur inneren Ruhe

Du bist unzufrieden. Schon länger trägst du dich mit einem Problem in deiner Beziehung herum. Du weißt schon ganz genau, dass du es auf den Tisch bringen müsstest, aber du tust es trotzdem nicht. Dein Kopf sagt dir: „Mache es jetzt!“ Aber dein Bauch hält dagegen. Ärgerst du dich immer mehr über dich selbst? Du grübelst viel, weshalb du deine Pläne nicht umsetzt, bist angespannt, schläfst vielleicht sogar schlecht.

 

Stell dir vor, dass sich das, was du tun willst, auch gut anfühlt. Wie du gelassener wirst, endlich wieder ruhiger und entspannt bist. Lies weiter, wie du mit einfachen und tief wirksamen Schritten deinen Kopf und Bauch in Einklang bekommst. Dann gelingt es dir viel leichter, deine Beziehungsprobleme zu lösen und voll hinter deinem geplanten Vorgehen zu stehen.

Warum du wichtige Gründe hast, dich selbst zu behindern

Bisher hast du dich mit deinen Zielen vielleicht auseinandergesetzt, indem du das loswerden wolltest, was dich blockiert. Du hast zwar vermutlich darüber nachgegrübelt, was dich hindert, dich evtl. deshalb sogar selbst runtergemacht, aber damit kommst du nicht weiter.

Gedankenkreisen loswerden

Wenn der Verstand um die Dinge weiß, aber dein Gefühl nicht hinterherkommt, dann höre ganz besonders auf das Gefühl. Du hast es bisher nicht genug beachtet und dich mit den zugrundeliegenden Bedürfnissen nicht ausreichend auseinandergesetzt. 

Das Glück besteht nicht darin, dass du tun kannst, was du willst, sondern darin, dass du auch immer willst, was du tust.

(Leo Tolstoi)

So etwas passiert in ganz vielen verschiedenen Situationen. Ich gebe dir mal Beispiele aus anderen Bereichen, die dir bestimmt vertrauter sind. Du weißt, dass du etwas für deine Gesundheit tun müsstest, aber du gehst nicht zum Sport. Du willst Gewicht verlieren, aber du durchbrichst immer wieder deinen Ernährungsplan.

 

Zweifelst du an dir? Fragst du dich ärgerlich: „Weshalb gelingt es mir nicht, was ich will, auch umzusetzen?“ Mache dich nicht selbst runter. Das raubt dir Energie, die du gerade jetzt besonders brauchst. Es hat nichts mit einem fehlenden Willen zu tun. Du bist willensstark genug! Bestärke dich selbst, statt dich mit solchen Gedanken auch noch zusätzlich zu schwächen.

 

Dein Verhalten macht immer Sinn! Je stärker du dich gehindert fühlst, umso wichtiger sind deine Gründe dafür. Ich bin davon überzeugt, dass kein Mensch etwas tut, nur um sich zu schaden. Jedes Denken und Verhalten, auch wenn es vielleicht noch so negativ auf dem ersten Blick erscheint, hat einen tieferen und wichtigen Sinn. Setze dich mit deinen Hindernissen aktiv auseinander.

 

Wenn du beispielsweise von der Arbeit nach Hause kommst und dich auf die Couch setzt, dann wirst du dich nicht mehr zum Sport aufraffen können. Deine Couch ist für Ruhe und Entspannung da. Du stellst dich geistig darauf ein, und das passt überhaupt nicht zu sportlichen Aktivitäten. 

 

Dir ist nach einem Arbeitstag nach Ruhe und Entspannung. Du denkst, du müsstest dich zum Sport noch überwinden? Das hört sich nicht nur anstrengend an, das ist es auch. Überwindung hat nichts mit Ruhe und Entspannung zu tun. Du versuchst deine gewünschte Entspannung zu unterdrücken. 

 

Das kann nicht gut gehen. Falls du joggen gehen wolltest, und es regnet, ist der ganze Plan dahin. Wer hat schon Freude am Joggen im Regen? Du müsstest gegen dein Bedürfnis, dich wohl in deiner Haut fühlen und Spaß dabei zu haben, auch noch ankämpfen. 

 

Wenn du aber eine Alternative hättest, bei der du mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen könntest, würdest du dich drauf freuen und müsstest gar nicht mit dir kämpfen. Eine Möglichkeit, etwas für deine Gesundheit zu tun, bei dem du Spaß hast, dich wohl in deiner Haut fühlst, entspannen und ruhig abschalten kannst. In geschlossenen Räumen, so dass du nicht nass wirst. Vielleicht auch noch gemeinsam mit einer guten Freundin bzw. einen guten Freund, weil das viel mehr Spaß macht als etwas alleine zu machen. Dann unterdrückst deine anderen Bedürfnisse nicht, sondern bringst sie alle unter einen Hut.

 

Auch wenn du Gewicht verlieren willst, können dich andere wichtige Bedürfnisse immer wieder daran hindern. Viele Menschen essen z. B. Süßes, wenn Gefühle entstehen, die sie nicht spüren möchten: 

Langeweile.

Traurigkeit. 

Stress.

 

Schokolade und andere Süßigkeiten lassen diese Gefühle verschwinden. Du schluckst sie im wahrsten Sinne des Wortes runter. Aber die zugrundeliegenden Bedürfnisse sind immer noch da! Du spürst sie nur nicht mehr so stark. Wenn du etwas gegen Langeweile, Traurigkeit und Stress machst, was mit dem Abnehmen vereinbar ist, dann hältst du deinen Ernährungsplan zukünftig durch. Beachte deshalb die nachfolgend beschriebenen Wege, um deine Ziele viel leichter und sicherer zu erreichen. 

1. Wie dir klar wird, was du wirklich willst

Das funktioniert, wenn du deinen Bedürfnissen nachspürst, sie bewusst wahrnimmst, statt sie zu unterdrücken. Und so kannst du auch vorgehen, wenn du Beziehungsprobleme lösen willst.

 

Ergründe die Vorteile, die es für dich hat, wenn du deine Planung NICHT umsetzt. Frage dich also ganz ehrlich, was du verlieren könntest, wenn du deine Schritte zum Ziel tatsächlich umsetzen würdest. Was wäre das Risiko?

 

Nimm dir dazu jetzt etwas zu Schreiben und erstelle dir eine Tabelle, die aus diesen 4 Teilen besteht:

  Vorteile, positive Gefühle, schöne Vorstellungen und Ideen dazu, sich erfüllende Bedürfnisse Nachteile, belastende Gefühle, Horror-Vorstellungen, Befürchtungen, dadurch versagte Befriedigung von Bedürfnissen
Unangenehmes Beziehungsthema ansprechen 1. 2.
Das Thema nicht anschneiden und weitermachen wie bisher
3. 4.

Ins 1. Kästchen kommen also alle Vorteile für den Fall rein, dass du das unangenehme Thema auf den Tisch bringst. Alle Gedanken, Gefühle und schönen Vorstellungen, die dir dazu einfallen. Falls du dich z. B. zu einer anderen Person hingezogen fühlst, dann notierst du vielleicht: 

  • Schuldgefühle abbauen, weil nichts mehr verheimlicht wird
  • Innere Anspannung loswerden und Erleichterung, weil offenes Reden möglich wird
  • Bedürfnis nach ehrlichem Umgang miteinander wird erfüllt
  • Unzufriedenheit in der Beziehung ansprechen können und Ärger loswerden

Berücksichtige dabei auch, was dein Partner bzw. deine Partnerin gewinnt, wenn du das Thema anschneidest und dadurch den nächsten Schritt machst, um die Beziehungsprobleme zu lösen. Vielleicht hat er bzw. sie sich auch schon länger zurückgezogen und distanziert. Dann könntet ihr dadurch wieder zu viel größerer Nähe gelangen. 

 

Was sind die positiven Möglichkeiten für andere Beteiligte, die du bisher noch gar nicht berücksichtigt hattest? Vielleicht gibt es jemanden, der unter der Atmosphäre mitleidet. Du könntest Schuldgefühle loswerden, weil diese Person kein Geheimnisträger mehr sein müsste und erleichtert sein könnte, dass dieses Thema endlich auf den Tisch kommt. Schreib so viele Stichworte wie möglich auf, lass dir Zeit damit. 

2. Wie dir klar wird, was hinter deinen Hemmnissen steckt

Mache dann mit dem 2. Kästchen für all deine belastenden Gedanken und Emotionen weiter. Nachteile könnten vielleicht sein, dass es zwischen dir und deiner Partnerin bzw. deines Partners lauter wird. Ihr könntet beide in eine gegenseitige Vorwurfshaltung geraten, so dass es immer schlimmeren Streit kommt. Das könnte so eskalieren, dass du in Trennungsgedanken gerätst. 

 

Somit wäre dein Bedürfnis nach ruhigem und respektvollem Umgang miteinander dann nicht mehr gewahrt. Dein Wunsch nach Sicherheit in der Beziehung würde dann stark angekratzt. Dein Partner bzw. deine Partnerin könnte dich zu manipulieren versuchen, was deine Bedürfnisse nach Unabhängigkeit und Kontrolle beeinträchtigt. Vielleicht befürchtest du auch, dass dein Partner bzw. deine Partnerin zusammenklappt? 

 

Beim dritten und vierten Kästchen befasst du dich damit, was passiert, wenn du deinen Plan nicht umsetzt und so weitermachst wie bisher. Ins Kästchen 3 kommen wieder die Vorteile bzw. positiven Gefühle und Ideen hinein und in das 4. Kästchen die Nachteile, belastenden Emotionen und Vorstellungen.

 

Male dir aus, wie es wäre, wenn du die nächsten 2 oder 3 Jahre so weitermachst wie bisher. Achte dabei auf körperliche Signale: Kloßgefühl im Hals, flaues Gefühl im Bauch, vielleicht sogar ein Schmerz, der dich durchzuckt. Was sagt dieses Körpersignal über deine Gefühle aus? Angst? Unsicherheit? Einsamkeitsgefühle? Ärger? So erkennst du deine zugrundeliegenden Gefühle leichter. 

3. Wie du die hindernden Gefühle nutzen kannst, um die Beziehungsprobleme zu lösen

Vor diesen Emotionen brauchst du nicht kapitulieren. Du wirst Lösungen finden, um mit ihnen so umzugehen, dass du sie befriedigen kannst.

„Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als Leute, die scheitern.“

(Henry Ford)

Schaue dir deshalb jetzt das 2. und 3. Kästchen der Tabelle (also rechts oben und links unten) genauer an. Da stehen jetzt all deine Gefühle und Bedürfnisse, die dich an der Umsetzung hemmen. Du wirst deine Beziehungsprobleme lösen und deine Pläne viel leichter umsetzen können, wenn du diese Stichworte darin einbeziehen kannst. 

 

Wenn du beispielsweise Angst vor einer Eskalation hast, dann plane jetzt, was du dagegen tust. Was dir Mut macht und diese Gefahr verringert. Wenn du z. B. befürchtest, dass es lauter wird, kann ein Gespräch im Restaurant helfen. Da bleibt man meist ruhiger. Was kann dir helfen, nicht in eine Vorwurfshaltung zu geraten. Vielleicht ein Buch über Kommunikation? Oder ein Gespräch genau darüber mit Freunden oder mit einer neutralen Person, wie es Paarberater sind? 

 

Notiere dir, wie du dich im Gespräch mit deinem Partner bzw. deiner Partnerin daran erinnerst, nicht in eine Vorwurfshaltung zu geraten, selbst wenn du dich verletzt fühlst. Mache dir klar: Deine Vorwürfe werden zur Gegenwehr oder Verteidigung führen. Beides hilft dir nicht weiter, die Beziehungsprobleme zu lösen. Wenn dein Partner bzw. deine Partnerin sich rechtfertigt oder entschuldigt, kommt dadurch noch keine Veränderung in Gang. Was du dir zukünftig wünscht, wirst du dadurch nicht erlangen. 

 

Wenn du also Vorwürfe vermeidest, dann tust du dir selbst damit etwas Gutes. Überlege dir jetzt konkrete Schritte, die dir helfen, deine Kritik respektvoll zu äußern.

Gehe nun deine nächsten Schritte zum Beziehungsprobleme lösen:

  • Fülle jetzt die Tabelle mit Stichworten so, dass es zu deinen eigenen Gefühlen, Vorstellungen und Bedürfnisse passt.
  • Nimm dir dann die Nachteile im Falle der Gesprächsführung und die Vorteile der Gesprächsvermeidung vor. Schreibe dir auf, was dir ganz konkret dabei hilft, deinen Plan umzusetzen und all diese Bedürfnisse dabei möglichst gut zu berücksichtigen.
  • Schreibe dir auf, was und wen du dafür brauchst, damit dir der nächste Schritt zum Beziehungsprobleme lösen gelingt. Berücksichtige Zeit, Ort und Personen, die dir dabei hilfreich sein können. Überlege dir, was du selbst dazu beitragen kannst. 
  • Setze das direkt in die Tat um, indem du dir z. B. den hilfreichen Zeitpunkt in deinen Kalender einträgst, unterstützende Personen kontaktierst usw.

Folge deinem Weg – jetzt!

 

Viele gute Erkenntnisse wünscht dir dabei 

 

Petra Ahrweiler

 

Welcher der 3 Schritte hat dich besonders nachdenklich gemacht? Wenn du es als Kommentar unter diesem Artikel schreibst, ist das hilfreich und interessant für mich und andere Leser hier. 

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