Trennung durchhalten: 3 wahre Schätze zum stark bleiben

Trennung durchhalten
Stark bleiben – ohne Schuldgefühle

So viel hast du schon versucht, um die Beziehung zu retten! Vielleicht sogar schon eine Paartherapie. Die war zwar gut - wirklich etwas geändert hat es nichts. Du kannst und willst nicht mehr verzeihen, nochmal vertrauen, wieder enttäuscht werden. Aber du fragst dich, wie du eine Trennung durchhalten kannst. Ohne erneut klein beizugeben. Selbst in einem Rosenkrieg standhaft zu bleiben. Gut für dich und vielleicht auch deine Kinder sorgen zu können. 

 

Entdecke hier 3 wahre Schätze, mit denen du dein Selbstvertrauen stärken wirst. Damit du in ein glückliches Leben starten und die Trennung durchhalten kannst - ohne zu zweifeln oder dich schuldig zu fühlen. Diese Schätze schlummern schon in dir und warten nur noch darauf, entdeckt zu werden! 

1. Wie du mit dem Schatz deiner Erfahrungen die Trennung durchhalten kannst

Du hast so viel versucht und bist jetzt nicht mehr bereit, Kompromisse zu machen. Doch du kennst dich: du bist schon öfter nochmal „umgekippt“? 

 

Dann schätze jetzt auf einer Skala von 0 bis 100 ein, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Partnerschaft sich irgendwie noch in eine glückliche und erfüllende Beziehung verwandeln lassen wird:

 

0                                                                                                                                                                                     100

wird sicher nicht eintreffen                                                                                           wird auf jeden Fall passieren

 

Du liegst sehr weit unten - auf der Skala und mit deinen Nerven wahrscheinlich auch?! Wenn du zweifelst, ob du deinem Partner bzw. deiner Partnerin noch eine Chance geben solltest, dann stelle dir die folgende Frage: 

 

Wenn dein/e Partner/in dir schon x-mal versichert hat, sich zu verändern, weshalb sollte das jetzt passieren? Wenn du noch einmal klein beigibst, verzeihst, über deine eigenen Grenzen gehst, kannst du damit nicht zu einer erfüllenden Beziehung beitragen. Der Erfolg wird nicht wahrscheinlicher. 

 

Du schadest dir selbst, deinen Kindern und im Endeffekt sogar deinem Partner bzw. deiner Partnerin, wenn du immer wieder die gleichen Dinge tust und gleichzeitig neue Ergebnisse erwartest. Nutze also deine Erfahrungen! Du weißt aus der Vergangenheit, wohin du zurückkehren würdest. Dein Körper zeigt dir mit psychosomatischen Beschwerden wie z. B. Bauchschmerzen, Herzklopfen, Gewichtsschwankungen und vielleicht sogar Atemproblemen, wie verletzt und gestresst du durch all die Verletzungen bist. 

„Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.“

(Christian Morgenstern)

Mal ehrlich, wer hat etwas davon, wenn du so weitermachst wie bisher und zum körperlichen und psychischen Wrack wirst? Deine Kinder bestimmt nicht. Mache also etwas anders! 

 

Überlege dir, was du aus dieser Krisensituation lernen kannst, wenn du die Trennung durchhalten wirst. Welche Chance für deine persönliche Entwicklung steckt darin? Vielleicht besser lernen „nein“ zu sagen? Den Mut für eine positive Zukunft zu entwickeln? Deine Fähigkeiten im unabhängigen Leben zu entdecken? 

2. Wie du den Schatz deiner Kindheit nutzen kannst

Hast du selbst als Kind deine Eltern streitend erlebt? Du hattest oft Angst, dass sie sich trennen? Es kam sogar zur Scheidung? Deine Kinder sind jetzt im selben Alter wie du damals? Sie sollen nicht das durchmachen, was du erlebt hast?

 

Du willst nicht, dass deine Kinder darunter leiden, wenn du dich trennst. Erlebst du schon jetzt, dass sie sich verändert haben? Sich aggressiver oder viel anhänglicher verhalten? In der Schule nachlassen? Oder sich übertrieben folgsam und lieb verhalten, um keinen weiteren Streit herbeizuführen? Das Leid ist also schon da! 

Gedankenkreisen loswerden

Das hört sich von einer Psychologin, Paarberaterin und Familientherapeutin vielleicht für dich ungewöhnlich an, wenn ich dir sage: Du bist keine Rabenmutter und auch kein Rabenvater, wenn du dich trennst! Denn manchmal ist die Frage, was besser ist: ein Ende mit Schrecken oder ein Schrecken ohne Ende?

„Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut.“

(Lao Tse)

Du machst dir viele Gedanken um deine Kinder – somit bist du ein sehr verantwortungsvoller Mensch. Nutze deine Kindheitserfahrungen, um deine Kinder bestmöglich zu unterstützen! Welche Hilfe hättest du dir als Kind gewünscht, um Streitereien und Trennung so gut wie möglich verkraften zu können? Vermutlich brauchtest du jemanden, der dir zuhört und einfach da ist. Der versteht, dass du traurig und wütend bist. Dich akzeptiert so wie du bist. Und dich auch mal tröstet. So kannst du auch deine Kinder optimal unterstützen. 

 

Den größten Wunsch deiner Kinder kannst du nicht erfüllen: dass ihre Eltern zusammenbleiben. Du kannst deine Kinder nicht davor schützen, dass sie negative Erfahrungen machen. So ist das Leben. Jeder Mensch erlebt von Kindheit an belastende Situationen – und hat die Chance, daran zu wachsen.

 

Deine Rolle als Elternteil sollte sein, dass du deine Kinder stärkst, solche Erfahrungen zu bewältigen. Sie brauchen in dieser schweren Zeit viel Aufmerksamkeit. Es kann ins Übermenschliche gehen, das alleine leisten zu wollen. Deshalb ist es keine Schande, sich dabei unterstützen zu lassen.  

 

Es zeugt von einer großen Stärke, wenn du dir Hilfe holst, um die Trennung durchhalten zu können. Schließlich musst du dafür anderen Menschen gegenüber sehr offen sein. Frage z. B. in einer Erziehungsberatungsstelle, ob es eine Gruppe für Trennungskinder gibt. So können deine Kinder auf altersgerechte Weise erleben, dass sie mit ihren Sorgen nicht alleine sind. Und es ist eine gute Hilfe, damit sie die Angst bewältigen können, einen Elternteil durch die Trennung zu verlieren. 

 

Deine Kinder können erfahren, wie viel sie sogar durch eine Trennung gewinnen können. Mir haben z. B. schon Kinder erzählt, dass sie die Zeit mit den Eltern seit der Trennung viel mehr genießen können. Denn sie spielen nicht mehr ständig mit dem Handy, weil sie die gemeinsamen Aktivitäten bewusster erleben wollen. 

3. Wie du deinen Schatz unbändiger körperlicher und psychischer Kraft freilegst

Stellst du dir diese Fragen: „Was mache ich nur, wenn der Rosenkrieg losbricht? Wie kann ich den Stress der Trennung durchhalten, seelisch und auch körperlich? Wie soll das nur gehen mit dem Haus, das noch nicht abbezahlt ist?“

 

Du steckst gedanklich in der Zukunft. Auf die Zukunft hast du nur wenig Einfluss. Lähme dich nicht länger mit solchen Fragen! 

 

Gewinne seelische Kraft, indem du dich auf die Gegenwart konzentrierst. Nur im Hier und Jetzt kannst du etwas bewirken. Falls du Sorge vor dem Rosenkrieg hast, dann solltest du dir schon jetzt einen guten Anwalt suchen. Mache einen Termin für ein erstes Gespräch aus, damit du weißt, dass du bei dieser Person mit deinen rechtlichen Fragen gut aufgehoben bist. Dadurch baust du deine Angst ab und machst dich selbst wieder handlungsfähig. Wenn du den Anwalt nicht brauchen solltest, kannst du den Termin immer noch absagen.

 

Die meisten Klienten, die zu mir in die Praxis kommen, schauen mit Panik in den Augen in den drohenden Abgrund und erschöpfen damit ihre Kraft. Kennst du einen Bergsteiger, der beim Klettern in die Schlucht schaut? Das macht keiner! Er richtet den Blick immer dorthin, wo der nächste Schritt einen sicheren Halt auf dem Weg zum Ziel geben könnte. 

 

Wenn du die Trennung durchhalten willst, begibst du dich auf Neuland. Das macht Angst, weil du nicht weißt, ob der Boden unter deinen Füßen fest sein wird. Also mache es wie ein Bergsteiger - nutze Sicherungsseile, um auf unsicherem Boden zu bestehen. Was könnte dich vor dem Absturz schützen? Welche Freunde sind dir wohlgesonnen? Bei wem fühlst du dich nach einem Gespräch gestärkt und gut? 

 

Prüfe auch, ob du schon mal deine Probleme erzählt und dich danach schlechter als vorher gefühlt hast. Meide Freunde, die immer direkt ihre eigenen Schwierigkeiten erzählen und dir nicht richtig zuhören. Solche Menschen können für andere Dinge wichtig und gut sein, aber bei ihnen bist du jetzt nicht gut aufgehoben. Das Leid der anderen kannst du nur mittragen, wenn du gleichzeitig etwas von deiner Last abgeben kannst.

 

Es wird ein schwerer Berg sein, den du jetzt erklimmst. Dabei ist es ist normal, dass du dich zwischenzeitlich traurig fühlen wirst. Wütend. Schuldig. Angstvoll. Und auch überfordert. Das gehört leider zu einer Trennung. Aber du wirst später sagen können, dass du an diesem Berg sehr gewachsen bist. 

 

Du hast in der Vergangenheit schon so viel durchgehalten, ohne daran zu zerbrechen. Das ist ein gutes Zeichen, dass du auch die Trennung durchhalten wirst! Was hat dir geholfen, das zu schaffen? Was hast du selbst dazu beigetragen? Hilft es dir z. B. viel rauszugehen, in die Natur? Ist es für dich wichtig, oft unter Menschen zu sein, auch wenn es dir schwerfällt?

 

Du hast mächtige Fähigkeiten. Setze sie nun für dich und deinen neuen Weg kraftvoll ein. Du hast die Macht, aus den negativen Erfahrungen ein positives Denken entwickeln zu können - und deine ersten Schritte zu einem glücklichen Leben. 

„Glaube, dass das Leben lebenswert ist und Dein Glaube wird Dir helfen, daraus Tatsachen zu machen.“

(Wiliam James)

Befreie dich aus dem Gefühl der Opferrolle. Gebe den Verletzungen und Enttäuschungen keine Macht mehr auf deine jetzige Situation. Es wird beschwerlich, den Berg zu besteigen, aber dafür wartet auch ein wundervolles Panorama auf dich. Nimm jetzt dein Leben in die eigene Hand, zurre die Sicherungsgurte zurecht. 

 

Mache nun diese nächsten Schritte, um deine Aussicht auf ein glückliches Leben zu ermöglichen:

 

  • Schreibe dir jetzt direkt auf, was eine Trennung für dich persönlich auf positive Weise bedeutet. Was kannst du über dich lernen, wenn du die Trennung durchalten wirst? Welche Chance zur persönlichen Weiterentwicklung steckt darin? Bewahre den Zettel an einem Ort auf, der dich immer wieder daran erinnert.
  • Notiere alle Fragen, die dir über die Zukunft durch den Kopf gehen und die dich hemmen, die Trennung zu vollziehen. Dann beantworte sie, indem du dir überlegst, was du jetzt tun kannst, um vorzusorgen. Du fragst dich z. B., ob es zum Rosenkrieg kommen wird? Dann finde jetzt schon einen guten Anwalt. Wenn du Sorge hast, an den Belastungen zu zerbrechen, dann finde jetzt kräftigende Möglichkeiten für Körper und Seele, z. B. Spaziergänge in der Natur und Entspannungsübungen.
  • Vermerke dir, wer dich wirklich unterstützen wird und wie du dich dieser Hilfe versichern kannst. Prüfe deine Freundschaften danach, wer dich jetzt weiterbringt. Hole dir Hilfe, vielleicht auch für deine Kinder, z. B. in einer Erziehungsberatungsstelle.

Gehe deinen Weg, jetzt!

 

Viel Erfolg dabei wünscht dir 

 

Petra Ahrweiler

 

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