Wie du dich selbst erkennst und selbstbewusst auftrittst

Sich selbst erkennen und selbstbewusster auftreten
Erkenne dich und trete selbstbewusster auf

 

Es fällt dir schwer, dich so zu akzeptieren wie du bist? Du fragst dich, ob mit dir etwas nicht stimmt? Manchmal verleugnest du dich und führst ein ganz anderes Leben als du es eigentlich willst?

 

Du verstellst dich und traust dich nicht, du selbst zu sein? Dir fehlt der Mut, anderen mitzuteilen, was in dir vorgeht?

Hier erfährst du, wie du dir Gedanken notieren kannst, um mit dir selbst mehr eins zu werden und nach außen mutig zu dir zu stehen. Ich möchte dir mit dem Beispiel einer jungen Frau – der Autorin und Bloggerin Lina Kaiser – zeigen, wie erfolgreich du dich sogar bei richtig schwierigen und großen Themen wie der sexuellen Identität damit weiterbringst. Lies weiter und erfahre, wie du dir damit vielleicht sogar einen Nebenverdienst einspielen kannst.

4 wichtige Gründe, deine Gedanken aufzuschreiben:

1. Warum du schreibend aus den Gedankenkreisen raus und zu deinem Ziel kommst

Wenn du dir notierst, was dich gedanklich beschäftigt, dann bringst du eine Struktur in deine Gedanken. Du kannst dir eine konkrete Frage stellen, von der du denkst, dass sie dich deiner Problemlösung einen ersten Schritt näher bringt. Wenn du diese Frage dann schriftlich beantwortest, setzt du dich viel zielgerichteter mit dir selbst auseinander.

 

Das kann äußerst hilfreich sein, um aus belastendem Grübeln heraus zu finden. Deine Gedanken drehen sich nicht mehr im Kreis, sondern du richtest sie auf dein Ziel aus. 

2. Warum du mit Notizen positives Denken trainierst und deine Stimmung hebst

Du kannst dir beim Aufschreiben vorher überlegen, welche Gefühle du erleben willst. Wenn du dich selbst bestärken und mutiger werden willst, dann schreibe jetzt 5 Minuten lang alles auf, was dir an positiven Folgen einfällt, wenn du zu dir stehst.

 

Das lenkt deine Gedanken auf positive Möglichkeiten statt auf selbstabwertende Gefahren und belastende Situationen aus der Vergangenheit. Du wirst nicht so leicht in negative Gedanken abzuschweifen, wenn du schreibend mit einem solchen Ziel vorgehst.

3. Warum du schreibend dein Gehirn optimaler nutzt

Das Schreiben regt mehr Gehirnbereiche an als reines Nachdenken. Da sind Gehirnstrukturen beteiligt, die für motorische Abläufe zuständig sind, weil du deine Hand zum Notieren brauchst.

 

Du wirst zwischendurch innehalten, dir einen Gedanken bildlich vorstellen und einer Prüfung unterziehen. Dadurch werden Gehirnbereiche aktiv, die für die geistige Vorstellungskraft zuständig sind. Die liegen woanders als diejenigen für den sprachlichen Ausdruck.

 

Das ist jetzt sehr vereinfacht dargestellt, um dir das zu verdeutlichen. Aber es geht hier schließlich nicht um eine wissenschaftliche Abhandlung über Gehirnaktivitäten. 

Außerdem schreibst du viel langsamer als du denkst. Auch dadurch setzt du dich tiefer mit dir auseinander. Das rauscht nicht schnell an dir vorbei wie beim Grübeln und bewirkt eine sehr intensive Auseinandersetzung mit Gedanken und Gefühlen. Auch für deine Gefühle werden tiefer liegende Gehirnbereiche aktiv. Das Zusammenspiel verschiedenster Gehirnbereiche ist so hilfreich wie das Team beim Fußball: da kommt der Ball schließlich auch nicht nur durch eine Person ins Tor.

4. Warum du zusätzlichen Gewinn vom Aufschreiben hast

Das Aufschreiben ist viel nachhaltiger als das reine Nachdenken. Deine Notizen kannst du dir später wieder ansehen und diese dadurch viel besser ausbauen, die Ideen nochmal überprüfen, sie erweitern usw. Du kannst jahrelang davon profitieren, weil du jederzeit nachlesen kannst, was dich beschäftigt hat und zu welchem Ergebnis du gekommen bist. Deine Notizen sind somit „wiederverwertbar“. 

Sie können dir helfen, dich später vor anderen zu präsentieren. Du kannst erstmal alles für dich aufschreiben und später entscheiden, ob du etwas davon jemandem zu lesen gibst. Wenn du emotional damit nicht mehr so stark befasst bist und selbstbewusster auftreten kannst, dann bestände theoretisch sogar die Möglichkeit, einen Artikel oder ein Buch daraus zu entwickeln und es zu veröffentlichen. 

Weshalb auch du von einer lesbischen Autorin selbstbewusstes Auftreten erlernen kannst

Lina Kaiser hat mir in einem Interview beschrieben, wie sie sich mit dem Schreiben eine große und gewichtige Frage selbst beantworten konnte:  Bin ich vielleicht lesbisch? Das Schreiben war für sie äußerst wichtig und hilfreich, um sich selbst zu erkennen, zu akzeptieren und sich nicht mehr für andere Menschen zu verbiegen.

 

Sie hat noch viel mehr für sich daraus entwickelt: einen Nebenverdienst und ein gesellschaftliches Engagement. Und das sind ja tolle Ergebnisse, nicht nur für lesbische Frauen. Wir alle können daraus lernen.

Selbst wenn das Thema Homosexualität dich vielleicht überhaupt nicht betrifft, lass dir das Interview trotzdem nicht entgehen. Und falls du dich gerade damit auseinandersetzt, ob du dich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlst, dann schau dir jetzt dieses Video an: 

Lina Kaiser hat im Interview ihre neue AdventsgeschichteTanz ins Kerzenlicht“ erwähnt. Sie kann wie ein Adventskalender gelesen werden, das mit dem Titel verlinkte Video zeigt es dir.

Wie du jetzt deinen nächsten Schritt frohen Mutes zu dir selbst machst

Nutze also jetzt für dich die Chancen des Aufschreibens. Probiere es direkt aus, indem du dir eine konkrete Frage überlegst, die dich einen ersten Schritt weiterbringen kann. Nimm dir dazu wirklich nur den 1. Schritt vor. Das ist leichter, als gleich ein großes Ziel zu erreichen. Auch dadurch wirst du erfolgreicher sein. Eine Frage, deren Beantwortung dich bestärken kann, die dich mutiger oder besser gelaunt macht. 

Schreib dir dann alles auf, was dir zur Beantwortung dieser Frage einfällt. Bewerte deine Ideen nicht, weil du dich sonst selbst blockierst. Streichen kannst du später immer noch. Lasse auch die Gedanken außen vor, was du später mit den Notizen machen willst. Mache das jetzt einfach „just for fun“, nur für dich.

Überprüfe danach, wie es dir nach dem Aufschreiben geht. Hast du eine neue Erkenntnis gewonnen? Oder dir etwas Gutes getan? Hat sich deine Stimmung verbessert? Hast du neue Möglichkeiten entdeckt, wie du handeln könntest? 

Wenn es hilfreich war, dann kauf dir ein schönes Notizbuch. Deine Gedanken sind wichtig und es deshalb wert, in einem wirklich schönen Buch gesammelt zu werden. Wenn du jetzt nicht sofort shoppen gehen kannst, erinnere dich in deinem Einkaufszettel daran, damit dir das im Alltag nicht untergeht. 

Hinterlasse bitte einen Kommentar unter diesem Blogartikel. Denn ich brenne darauf zu erfahren, welche meiner Anregungen du hier besonders hilfreich gefunden hast. Dadurch ermöglichst du es mir, zukünftig noch bessere Artikel für dich zu schreiben.

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Kommentare: 4
  • #1

    Kerstin Pletzer (Freitag, 01 Dezember 2017 18:30)

    Hallo, Petra,
    schönes Thema! Ich finde mich sehr gut wieder in Deinem Beitrag. Mein eigener Weg begann irgendwann mit der Technik des "automatischen Schreibens" um aus der "Weißes-Blatt-Blockade" herauszukommen. Nicht nur die Blockade war damit aufgelöst, ich habe auch entdeckt, wie heilsam das Schreiben insgesamt ist. Mein Favorit ist inzwischen nachts zu schreiben ('night notes' nenne ich sie) und sie am Tag zu überarbeiten bzw. fortzuführen. Viele Grüße Kerstin

  • #2

    Petra (Freitag, 01 Dezember 2017 19:02)

    Hallo Kerstin,
    ich freue mich sehr, dass dir mein Artikel gefallen hat. Die Technik des "automatischen Schreibens" habe ich auch schon selbst ausprobiert, und zwar indem ich direkt nach dem morgendlichen Aufwachen sofort 2 DIN-A-4 Seiten (beidseitig) gefüllt habe mit allem, was mir in dem Moment durch den Kopf ging, ohne jede Wertung. Es bedeutet zwar erst Überwindung, sich dazu aufzurappeln, aber es kann wirklich sehr hilfreich und interessant für die Selbstreflektion sein. Danke für deinen Kommentar, der mich daran mal wieder erinnert hat.
    Viele Grüße Petra

  • #3

    kim (Samstag, 09 Dezember 2017 08:20)



    Hallo,

    auch ich war und bin auf der Suche nach meiner sexuellen Identität und meiner Selbstakzeptanz im allgemeinen und habe dafür das Schreiben entdeckt. Du sprichst mir aus der Seele wie hilfreich es ist das Chaos und den Gedanken-Wust im Kopf zu bändigen.

    Allerdings habe ich dann irgendwann festgestellt das ich völlig den Überblick verliere weil ich nichts mehr wieder gefunden habe. Handgeschriebene Texte haben, technisch gesehen, für mich den Nachteil gehabt das sie begrenzt werden durch das Ende der vorgegebenen Seiten wenn man sich versucht an mehreren Baustelle zu betätigen, je nachdem welche gerade akut war.

    Deshalb habe ich mich dann auf die digitale Form des Schreibens (meist in Form von Text- oder Tabellen-Dokumenten, je nachdem was sinnvoller war) verlegt. Irgendwann wurde aber auch das mehr und mehr unübersichtlich.

    Hast Du da vielleicht nen Tip wie man später, so es denn mehrere Themen betrifft oder einfach mehr Menge an Text weil man sich schon länger mit Schreiben beschäftigt, dann nicht doch wieder den Überblick verliert und im eig Chaos versinkt?

  • #4

    Petra (Montag, 11 Dezember 2017 13:55)

    Hallo Kim,
    ich freue mich sehr, dass ich dir mit meinem Blogartikel aus der Seele gesprochen habe.

    Zum besseren Wiederfinden von Notizen empfehle ich dir "OneNote" oder "Evernote". Du kannst dort alle deine Notizen reinkopieren und es gibt Suchfunktionen sogar für handschriftliche Notizen. Auch hast du dort keine Begrenzung mehr durch ein Seitenende, du kannst überall was zwischenfügen, unendlich anfügen usw.

    Gib einfach auf youtube.com die Begriffe OneNote oder Evernote ein und mach dich dort durch die Videos über die Anwendung schlau.

    Viele Grüße
    Petra