3 Schritte, um Angst vor der Angst und vor der Zukunft in innere Ruhe zu verwandeln

Angst, Panik, Zukunftsangst, Grübeln, Gelassenheit, innere Ruhe
Angst vor der Angst / Zukunftsangst

Du spürst häufig Angst? Sie ist stark und hartnäckig? Du weißt nicht, was du dagegen noch tun kannst? Sie überfällt dich ganz unvorbereitet. Du fühlst dich ihr ausgeliefert.

 

Es fällt dir schwer abzuschalten. Ablenkung hilft dir nicht genug. Die Sorgen kommen immer direkt wieder. Lies weiter, wie du dich von ständig kreisenden Gedanken der Angst befreien kannst. 

 

 

Mit diesen 3 einfachen und leicht zu merkenden Schritten erlebst du, wie du wieder gelassener wirst. Du kannst das Grübeln direkt durchbrechen und innere Ruhe wiedererlangen. 

Wie du deine Angst zu schätzen lernst

Vielleicht hast du Angst vor körperlichen Problemen im Alter. Du machst dir Sorgen, später zu vereinsamen. Oder du hast schon mal eine Panikattacke erlebt und befürchtest, wieder eine zu bekommen. 

 

Vielleicht gibt es eine konkrete Situation, vor der du Angst hast. Eine Untersuchung beim Arzt. Ein Vorstellungsgespräch. Der erste Tag auf der neuen Arbeitsstelle. Das Gespräch beim Chef. 

 

All diesen Ängsten ist gemeinsam, dass sie sich auf die Zukunft beziehen. Das Ereignis ist noch gar nicht eingetroffen. 

 

Angst ist wichtig und gut. Auch wenn sie unangenehm ist. Denn mal ehrlich: Würdest du zu jemandem ins Auto einsteigen, der sagt: „Ich kenne keine Angst“? Also ich nicht! Das wäre mir zu gefährlich. Die Angst schützt dich also und macht für dich Sinn. 

 

Angst vor der Zukunft bringt dir allerdings nichts. Die Zukunft ist schließlich noch gar nicht da. Du weißt nicht, ob das Befürchtete tatsächlich eintreffen wird. Das ist also Energieverschwendung. Psychisch wie körperlich.

 

Durch die Angstgedanken reagiert dein Körper direkt. Vielleicht mit Herzklopfen. Muskelanspannungen. Schlafstörungen. Das ist ganz normal. Dein Körper stellt sich mit der Ausschüttung von Adrenalin auf Flucht ein.

 

Das ist auch gut so für wirklich gefährliche Situationen. Wenn der Säbelzahntiger dich angreift, willst du schließlich körperlich in der Lage sein abzuhauen. Dafür muss dein Herz schneller schlagen, deine Muskeln aktiv sein.

1. Was dein Bewusstsein mit deiner Angstbewältigung zu tun hat

Dein erster Schritt raus aus der Angst ist, dir bewusst zu machen: Du machst dir Gedanken über ungelegte Eier! Mache diesen Schritt ganz bewusst. Das ist wirklich wichtig.

 

Es kann gut sein, dass nie wieder eine Panikattacke kommt. Du kannst bis ins hohe Alter körperlich und psychisch fit bleiben und dann irgendwann ganz kurz und schmerzlos abtreten. Sterben müssen wir schließlich alle, in diesem Sinne ist ein schneller Tod dann ein angenehmer Gedanke. 

 

Die Untersuchung beim Arzt kann gut ausgehen. Du könntest tatsächlich eingestellt werden. Am ersten Arbeitstag könntest du spüren: Ja, das ist genau der Job, den ich immer haben wollte! Dein Chef könnte dir im Gespräch Verständnis entgegenbringen. 

Gedankenkreisen loswerden

Konzentriere dich aufs Hier und Jetzt. Setze deine Energie da ein, wo sie sinnvoll ist. Du heizt schließlich auch nicht schon im Sommer, weil es im Winter kalt werden könnte. Klar kannst du vorsorgen. Wer im Winter nicht frieren will, wird auch schon rechtzeitig vorher Öl für die Heizung bestellen oder für ausreichend Kaminholz sorgen. 

„Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ 

(Antoine de Saint-Exupery)

Du kannst einer Panikattacke vorbeugen, indem du dir professionelle Hilfe holst. Mit Sport und Gedächtnisübungen machst du etwas, um im Alter fit zu bleiben. Wenn du jetzt Kontakte ausbaust und pflegst, beugst du dem einsamen Lebensabend vor. 

 

Auf das Vorstellungsgespräch kannst du dich inhaltlich ausreichend vorbereiten. Dir fällt bestimmt viel ein, was dir hilft, am ersten Arbeitstag pünktlich, gutgelaunt und hochkonzentriert im neuen Job zu erscheinen. Du kannst dir gute Argumente für den Chef zurechtlegen, um ihn einfühlsam zu überzeugen.

 

Deine Zukunftsängste hingegen sind keine Vorbeugung. Die Sorgen kosten viel Energie und belasten dich körperlich wie psychisch. Mit ihnen tust du gerade alles dafür, dass die befürchteten Situationen wahrscheinlicher werden. 

 

Wenn du das Kaminholz im Sommer schon verfeuerst, hast du keines mehr für den Winter. Deine Angst führt direkt zu mehr körperlichen Reaktionen, die dich immer unsicherer und ängstlicher machen. Herzklopfen und Muskelverspannungen werden stärker, weitere Symptome wie Zittern und Schwindel können durch deine Angstgedanken dazu kommen. 

2. Wie du deinen Körper nutzt, um deine Angst zu besiegen

Mache jetzt etwas, was dich beruhigt. Was dich auf das Hier und Jetzt zurückführt. In die Gegenwart. Denn jetzt kannst du etwas bewirken! Alles, was dich körperlich entspannt, wird dich auch psychisch runterbringen. 

„Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen.“

(François de La Rochefoucauld)

Vielleicht hast du schon mit Entspannungsübungen gute Erfahrungen gemacht. Autogenes Training. Progressive Muskelentspannung. Meditation. Qi Gong. Ein Musikstück, was dich ruhiger macht. 

 

Eine kleine Miniübung, die du jetzt direkt und überall ausführen kannst, zeige ich dir auch hier im Video:

3. Wie du es schaffst, dass die Angst nicht direkt wiederkommt

Das kennst du bestimmt schon: Wenn du dich nur ablenkst, kommen die Angstgedanken sehr schnell wieder. Du versuchst, belastende Gedanken zu vermeiden. Das ist wie den Kopf in den Sand zu stecken. Du gehst zu passiv dran. Tue besser etwas aktiv. Ich meine damit keine wilden Aktionen. Das geht auch abends im Bett. Mach etwas aktiv, was dich stärkt und dich sicherer werden lässt. Hier ein Beispiel: 

 

Schreib dir auf, wie die befürchtete Situation abläuft, wenn sie gut ausgeht. Male sie dir dabei vor deinem geistigen Auge so detailliert wie möglich aus. 

 

Was wirst du dann tun? Woran könnte ich bei dir sehen, dass alles gut verläuft? Was würdest du mir dann erzählen? Wie fühlt sich das dann in deinem Körper an? Sei so genau wie möglich in deinen Beschreibungen.

Dein nächster Schritt, um gegen zukünftige Hilflosigkeit bei Angst vorzubeugen

Wenn die Angst einmal da ist, wird es für dich schwer sein, einen klaren Gedanken zu fassen und dich an den Inhalt dieses Artikels zu erinnern. Mach dir deshalb jetzt so etwas wie einen Spickzettel. Das kann auch eine Erinnerung im Handy sein, vielleicht mit diesen Stichworten:

 

  1. Angstgedanken über die Zukunft sind ungelegte Eier.
  2. Mache jetzt etwas, was dich direkt körperlich entspannt.
  3. Schreib dir auf, wie du die Situation erleben wirst, wenn sie gut ausgeht.

 

Ich brenne darauf zu erfahren, welcher der 3 Schritte dich nachdenklich gemacht hat. Teile es mir bitte im Kommentar unter diesem Blogartikel mit.

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Gedankenkreisen abstellen

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Kommentare: 6
  • #1

    Eleonore Lehnen (Freitag, 23 Februar 2018 19:40)

    Da ich mich gerade mit dem Thema "Angst" befasse, ist der Artikel für mich sehr hilfreich! Dass er gerade jetzt erschienen ist, zeigt mir wieder - es gibt keine Zufälle...

  • #2

    Petra (Montag, 05 März 2018 15:56)

    Liebe Eleonore,
    ich freue mich sehr darüber, dass ich dir mit dem Artikel weiterhelfen konnte.
    Viele Grüße
    Petra

  • #3

    Beate (Samstag, 10 März 2018 12:23)

    Ich lebe von jeher immer in der Zukunft, das müsste ich dringend abstellen und an das Hier und Jetzt denken...ich gebe mir Mühe. Die Vorschläge sind schon hilfreich.

  • #4

    Petra (Dienstag, 13 März 2018 13:30)

    Liebe Beate,
    vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Es freut mich sehr, dass du den Artikel hilfreich findest und wünsche dir viel Erfolg bei der Umsetzung.
    Viele Grüße
    Petra

  • #5

    Robin (Freitag, 23 März 2018 13:05)

    Gut auf den Punkt gebracht.
    Beim Lesen kam mir dieses Zitat spontan in den Sinn,
    was mir immer wieder hilft Scheitern nicht vorwegzunehmen :

    "What if I fall???
    Oh, but my darling,
    what if you fly ??? "
    (Erin Henson)

  • #6

    Petra (Freitag, 23 März 2018 13:39)

    Hallo Robin,
    was für ein tolles Zitat! Ganz lieben Dank dafür. Es freut mich sehr, dass du den Artikel so gut auf den Punkt gebracht findest.
    Viele Grüße
    Petra